Schlussfolgerungen:
1. Prognosen für hohe Leistungsdichten werden endlich Realität: Nach dem rasanten Wachstum zu Beginn des Jahrhunderts ließen die erwarteten zweistelligen Rack-Leistungsdichten lange auf sich warten. Die durchschnittlichen Dichten lagen zwischen 2006 und 2009 zwischen 6,0 und 7,4 kW pro Rack, doch die jüngste Umfrage der Data Center User Group (DCUG) prognostiziert, dass die durchschnittlichen Rack-Dichten innerhalb von drei Jahren 12,0 kW erreichen werden. Dies unterstreicht die Bedeutung ausreichender USV-Kapazität und Stromverteilung sowie einer Kühlung zur Bewältigung der entstehenden Wärmeentwicklung.
2. Rechenzentrumsmanager tauschen Server dreimal aus, bevor sie USV-Anlagen oder Kühlsysteme ersetzen müssen: Server-Upgrades erfolgen etwa alle drei Jahre. USV-Anlagen und Kühlsysteme sind auf eine deutlich längere Lebensdauer, mitunter Jahrzehnte, ausgelegt. Das bedeutet, dass die Infrastruktur, in die Unternehmen heute investieren, ausreichend – oder genauer gesagt, skalierbar – sein muss, um Server der nächsten zwei, drei oder sogar vier Generationen zu unterstützen. Was bedeutet das für den heutigen Rechenzentrumsmanager? Es macht es unerlässlich, dass die aktuellen Infrastrukturtechnologien skalierbar sind, um zukünftige Anforderungen zu erfüllen. Modulare Lösungen lassen sich erweitern, um sowohl kurz- als auch langfristige Anforderungen zu erfüllen.
3. Ausfallzeiten sind teuer: Jeder weiß, dass Ausfallzeiten unerwünscht sind, doch die tatsächlichen Kosten eines ungeplanten Stromausfalls sind enorm. Laut einer Studie des Ponemon Institute kann ein Stromausfall ein Unternehmen durchschnittlich 5.000 US-Dollar pro Minute kosten. Das sind 300.000 US-Dollar in nur einer Stunde. Dieselbe Studie zeigt, dass die häufigsten Ursachen für Ausfallzeiten ein Ausfall der USV-Batterie und deren Überlastung sind. Sie können diese Probleme vermeiden, indem Sie in eine geeignete USV (korrekt dimensioniert für die benötigte Last) investieren und die Batterien regelmäßig überwachen und warten.
4. Wasser und Rechenzentren vertragen sich nicht gut, aber wir geben nicht auf: Der erste Teil dieses Punktes wird Sie wahrscheinlich nicht überraschen. Empfindliche Computergeräte reagieren empfindlich auf Wasser. Die bereits erwähnte Ponemon-Studie zeigt jedoch, dass 35 Prozent der ungeplanten Ausfälle durch Wassereintritt verursacht werden. Es sind nicht nur undichte Ventile; viele wasserbedingte Ausfälle werden tatsächlich durch verschütteten Kaffee oder Limonade verursacht. Was tun? Überprüfen Sie die Ventile und – am wichtigsten – lassen Sie Ihre Getränke draußen.
5. Neue Server verbrauchen mehr Energie als ältere: Serverkonsolidierung und Virtualisierung können den Serverbestand deutlich reduzieren, was jedoch nicht zwangsläufig zu erheblichen Energieeinsparungen führt. Neue virtualisierte Server, insbesondere leistungsstarke Blade-Server, können das Vier- bis Fünffache der Energie der Vorgängergeneration verbrauchen (obwohl sie in der Regel effizienter arbeiten). Die vergleichsweise geringen Einsparungen am Ende des Konsolidierungsprojekts können daher überraschend sein. Es gibt keine Patentlösung; vielmehr müssen Sie sich darauf vorbereiten und sicherstellen, dass Ihre Infrastruktur den Strom- und Kühlungsbedarf der neuen Server deckt.
6. Überwachung ist ein Chaos: IT-Manager haben zwar mehr Einblick in ihre Rechenzentren als je zuvor, doch der Zugriff auf und die Auswertung der Daten können komplex sein. Laut einer Umfrage von Emerson Network Power unter Rechenzentrumsexperten nutzen Rechenzentrumsmanager durchschnittlich mindestens vier verschiedene Softwareplattformen zur Verwaltung ihrer physischen Infrastruktur. 41 Prozent der Befragten geben an, monatlich drei oder mehr Berichte für ihre Vorgesetzten zu erstellen, und 34 Prozent sagen, dass die Erstellung dieser Berichte drei Stunden oder länger dauert. Die Lösung? Eine zentrale Überwachungs- und Managementplattform. Moderne DCIM-Lösungen konsolidieren diese Informationen und verwalten die Infrastruktur proaktiv, um die Energie- und Betriebseffizienz sowie die Verfügbarkeit zu verbessern.
7. Der IT-Techniker ist für die Gebäudetechnik zuständig: Die Grenzen zwischen IT und Gebäudemanagement verschwimmen, und die Verantwortung für beide Bereiche liegt größtenteils bei den IT-Fachkräften. Bisher mussten IT- und Rechenzentrumsleiter mit dem Gebäudemanagement zusammenarbeiten, wenn sie die Strom- oder Kühlkapazität aufgrund steigender Rechenanforderungen erhöhen mussten. Dieser Prozess wird nun deutlich vereinfacht, vor allem dank der bereits erwähnten DCIM-Lösungen, die die Transparenz und Kontrolle über alle Aspekte der Gebäudeinfrastruktur verbessern. Moderne Rechenzentrumsleiter entwickeln eine DCIM-Strategie, um diese Erweiterung ihrer Aufgaben und Verantwortlichkeiten besser zu verstehen.
8. Das fragmentierte Rechenzentrum muss integriert werden: Früher kombinierten Rechenzentrumsmanager Komponenten verschiedener Hersteller willkürlich, da die Systeme nur bedingt zusammenarbeiteten. Dies ändert sich. Der Einsatz immer intelligenterer und dynamischerer Infrastrukturtechnologien sowie Überwachungs- und Managementsysteme hat die Menge an verwertbaren Daten im gesamten Rechenzentrum erhöht und bietet Echtzeitsimulationsmöglichkeiten, die erhebliche Effizienzsteigerungen im Betrieb ermöglichen. Infrastruktur- und IT-Systeme können zwar weiterhin unabhängig voneinander betrieben werden, doch um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, ist die Integration unerlässlich.
9. On-Demand-Rechenzentren sind Realität: Langwierige Planungs-, Bestell- und Implementierungsprozesse gehören der Vergangenheit an. Modulare, integrierte und schnell einsetzbare Rechenzentrumslösungen sind jetzt für jeden Raum verfügbar. Plug-and-Play-Lösungen mit virtueller Installation, inklusive Rack, Servern sowie Strom- und Kühlsystemen, lassen sich problemlos in einem Abstellraum oder Konferenzraum installieren. Containerisierte Rechenzentren ermöglichen zudem den schnellen Aufbau eines Netzwerks oder die Erweiterung der Kapazität eines bestehenden Rechenzentrums. Die meisten Probleme lassen sich telefonisch lösen.
10. Die IT-Auslastung variiert erheblich: Viele Branchen erleben starke Schwankungen in der Netzwerknutzung. Finanzinstitute beispielsweise verzeichnen während der regulären Geschäftszeiten eine hohe Auslastung, nachts hingegen praktisch keine. Auch das Weihnachtsgeschäft und die Steuererklärungssaison können zu ungewöhnlichen Spitzen in der IT-Aktivität führen. Unternehmen, die in diesen Zeiten auf ihre IT-Systeme angewiesen sind, müssen diese Spitzen bewältigen können, auch wenn sie in den ruhigeren Phasen oft weniger effizient arbeiten. Eine skalierbare Infrastruktur mit intelligenter Steuerung kann sich an diese Spitzen und Täler anpassen und so einen effizienten Betrieb gewährleisten.
