Dank der Interferenzminderungstechniken für Mehrkernsysteme am Barcelona Supercomputing Center – National Supercomputing Center – bietet die Plattform hohe Leistung bei gleichzeitig reduzierten Interferenzen. Thales wird die Plattform anhand realer Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt validieren.

„Mit dieser ersten ausschließlich europäischen Plattform auf Basis der RISC-V-Technologie für die Raumfahrt wird De-RISC den Zugang zu ausschließlich in Europa hergestellter Technologie für Luft- und Raumfahrtanwendungen gewährleisten und damit zum Programm ‚Technologien für europäische Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit‘ in diesen strategischen Märkten beitragen“, sagt Paco Gómez Molinero, Direktor von fentISS und Koordinator des De-RISC-Projekts.

RISC-V trägt dank der wachsenden Unterstützung für diese Open-Source-Architektur maßgeblich zur Zukunftsfähigkeit der Plattform bei. Proprietäre Architekturen wie PowerPC und SPARC, die in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt werden, verlieren hingegen zunehmend an Bedeutung. Daher kann die Raumfahrtindustrie Software aus kommerziellen Bereichen nicht mehr optimal nutzen, was den Bedarf an Architekturen erhöht, die in Märkten mit höherem Absatzvolumen weit verbreitet sind. Die finale Plattform wird auf andere Architekturen portierbar sein und eine überlegene Fehlertoleranz bieten.

Gemeinsam bilden die vier Projektpartner ein starkes Team für Raumfahrt-Computing. Cobham Gaisler ist ein führender Prozessorlieferant der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), während der XtratuM-Hypervisor von fentiSS in der neuesten Satellitengeneration („NewSpace“) zum Einsatz kommt. BSC verfügt über ein breites Portfolio europäischer Projekte zur Entwicklung modernster Raumfahrttechnologien. Schließlich ist Thales dank seiner langjährigen Erfahrung in der Entwicklung, dem Betrieb und der Bereitstellung satellitengestützter Systeme bestens positioniert, die Technologie für Weltraumanwendungen zu validieren.