Das erste Projekt konzentriert sich auf die Verbesserung der Diagnose einer chronischen Lungenerkrankung, die beide Lungen diffus betrifft und durch fortschreitende Vernarbung gekennzeichnet ist. Diese führt zu einem Verlust der Lungenflexibilität und einer Verschlechterung der Lungenfunktion.
Patienten mit dieser Erkrankung haben eine hohe Sterblichkeitsrate, und die derzeitigen Behandlungen können den Krankheitsverlauf lediglich verzögern, aber nicht rückgängig machen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz und neuen Diagnoseverfahren ermöglicht daher die Früherkennung von Veränderungen im Lungengewebe, bevor die Erkrankung fortschreitet. So kann die Behandlung frühzeitig eingeleitet und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden.
Die Entwicklung der KI-Algorithmen erfolgt in einem kollaborativen Innovations- und Co-Creation-Prozess unter Beteiligung von medizinischen Teams, Datenwissenschaftlern und KI-Ingenieuren. Dabei wird auf das von Enzyme entwickelte Expertenwissen zurückgegriffen.
Das
Projekt nutzt zwei SaaS-Plattformen, die im Rahmen von Enzyme Technologies entwickelt wurden. Die Smart Vision Platform (eine Plattform für die Entwicklung, Verwaltung und Anwendung von Computer-Vision-Lösungen) automatisiert manuelle Klassifizierungsprozesse auf Basis visueller Inspektion und ermöglicht gleichzeitig die Entdeckung von Mustern, die Spezialisten bisher verborgen blieben.
KomOmbo, die Plattform von Enzyme, die als Marktplatz für Daten- und Wissensaustausch dient, ergänzt die Plattform um eine Ebene des föderierten Lernens. Dies gewährleistet Datenschutz und ermöglicht die optimale Nutzung der Daten. KomOmbo wird für die Schaffung der kollaborativen Trainingsinfrastruktur für zukünftige Erweiterungen dieses Projekts eingesetzt.
Durch die Expertenanalyse von Bildern und Informationen aus der HCB-Falldatenbank sowie den Einsatz der integrierten Computer-Vision- und KomOmbo-Lösungen von Enzyme werden medizinische Teams unterstützt und die Reaktionszeiten im Diagnoseprozess verkürzt.
Antonio Martínez, Leiter der Pathologieabteilung am Biomedizinischen Diagnostikzentrum des Hospital Clínic, erklärt: „Der Vorschlag der Enzyme Advising Group hat uns als innovativ und perfekt auf die Ziele des Hospital Clínic in Barcelona abgestimmt beeindruckt. Dieses Projekt ist hervorragend auf andere Pathologien übertragbar und könnte einen Wendepunkt in der Diagnostik sowohl häufiger als auch seltener Erkrankungen darstellen. Damit macht das Clínic mit revolutionärer Technologie und einem verlässlichen Partner einen weiteren Schritt in Richtung Vorreiter auf dem Gebiet der Computerpathologie.“
In diesem Projekt hat die Gewährleistung der Patientendatensicherheit höchste Priorität und wird daher auf zweierlei Weise sichergestellt. Erstens wurde der Algorithmus anhand anonymisierter, überschüssiger Patientendaten von HCB entwickelt. Zweitens ist jede Komponente der Lösung so konzipiert, dass die Vertraulichkeit der Datenverarbeitung gewährleistet ist.
Álvaro Ortín, CEO der Enzyme Advising Group, erklärt: „Wir bei Enzyme engagieren uns seit jeher für KI, die wir nun auch im Gesundheitswesen einsetzen können. Daher ist die erzielte Vereinbarung ein wichtiger Schritt, und wir freuen uns, mit HCB an dieser innovativen Initiative zusammenzuarbeiten und unsere KI-Expertise einzubringen, um die Diagnose dieser und anderer Krankheiten zu beschleunigen und so die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.“
