Durch die Kombination einer skalierbaren Produktionsanlage für Batterieanoden mit integriertem Graphitabbau wird das Projekt zu 100 Prozent mit erneuerbarem Strom betrieben, um emissionsarme, beschichtete Anoden für grüne Lithium-Ionen-Batterien zu liefern. Die Anlage liegt etwa 15 km von Vittangi entfernt und soll ab 2023 jährlich 19.000 Tonnen Anoden produzieren.

Schweden verfügt über bedeutende Graphitvorkommen, deren Exploration hauptsächlich im Norden des Landes stattfindet. Diese Arbeiten sind wichtig für die Stahl-, Automobil- und Batterieindustrie. Die meisten weltweiten Reserven befinden sich in China, weitere wichtige Förderländer sind Indien und Brasilien. Europa importiert derzeit den Großteil seines Graphits, doch mit dem Aufkommen von Batterietechnologien ist es das Ziel, einen Teil des zusätzlichen Bedarfs selbst zu decken.

„ABB ist führend in der industriellen Automatisierung und Elektrifizierung, und wir freuen uns sehr über die Unterstützung von ABB bei der Umsetzung unseres Plans, eine der größten Produktionsanlagen für Lithium-Ionen-Batterieanoden in Europa zu errichten – für nachhaltigere Batterien“, sagte Mark Thompson, CEO der Talga-Gruppe.

Die reichliche Verfügbarkeit von kostengünstigem Ökostrom aus verschiedenen großflächigen erneuerbaren Energiequellen in Nordeuropa wird auch die Produktion der CO₂-armen Batterieanoden von Talga unterstützen.

„Die Unterstützung des Anodenprojekts von Talga in Vittangi bietet uns eine weitere Gelegenheit, die führende Rolle von ABB in der industriellen Automatisierung und intelligenten Elektrifizierung unter Beweis zu stellen, die wir beim Aufbau wichtiger Anlagen für die entstehende europäische Batterielieferkette anwenden“, sagte Björn Jonsson, Leiter der ABB-Division Prozessindustrie Nordeuropa. „Dies ist ein weiterer Meilenstein für uns und unsere Kunden auf unserem Weg zu nachhaltigeren Betriebsabläufen und einer fossilfreien Gesellschaft.“

Eine Vorstudie wurde im Mai 2019 abgeschlossen. Der Standort in Schweden gilt als risikoarmer Standort für Bergbau und Investitionen. Entscheidend ist die Nähe zu den derzeit im Bau befindlichen europäischen Batterie-Gigafabriken.