Neben der standardmäßigen Flüssigkeitskühlung mit einstellbarem Lüftersystem stehen Ihnen weitere leistungsstarke Optionen zur Verfügung, die speziell für große und massive Leiterplatten entwickelt wurden, wie beispielsweise die erweiterte Leistungskühlungseinheit oder ein Unterkühlungssystem. Für eine gleichmäßigere Kühlung hat Rehm zudem das erste wasserlose Reflow-Lötsystem entwickelt, das mit flüssigem Stickstoff arbeitet. Finden Sie die Kühllösung, die am besten zu Ihrem Produktionsprozess passt!
Die VisionX-Serie nutzt je nach System eine klassische zwei- bis vierstufige Kühlsektion. Es handelt sich um einen aktiven Kühlprozess, bei dem Wasser über Wärmetauscher in einem effizienten geschlossenen Kreislauf gekühlt wird. Die Prozessluft wird in den Wärmetauschern gekühlt und strömt von oben in das Gerät. Anschließend wird sie nach unten gesaugt, durch ein Filtersystem gereinigt und dem Kühlprozess wieder zugeführt. Die Lüfter lassen sich zonenweise individuell einstellen, was eine präzise Steuerung des Kühlprozesses und somit des Kühlgradienten ermöglicht. Dadurch kann das Bauteil selbst mit bleifreiem Lot spannungsfrei auf unter -50 °C gekühlt werden. Die Filter in der Kühlsektion sind leicht zu reinigen. Sie werden an der Rückseite des Systems mithilfe des Wechseleinsatzes ausgetauscht. Hierfür muss die Prozesskammer nicht geöffnet werden.
Flexible Kühlzonenoptionen
• Stressfreie Kühlung dank verstellbarer Lüfter in klassischen Kühlzonen
• Schonende Komponentenkühlung durch eine Power Cooling Unit als erweiterte Kühlzone
• Optimale Kühlung großer und massiver Platinen durch zusätzliche Unterseitenkühlung
• Flexible Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Optionen
• Innovatives Konstantkühlprinzip mit Flüssigstickstoffkühlung
Optimale Kühlung: Leistungskühlungseinheit als erweiterte Kühlzone.
Die Kühlung komplexer Bauteile erfordert ein steuerbares Kühlsystem, das den spezifischen Anforderungen dieser elektronischen Komponenten gerecht wird. Zusätzlich zu unserer bewährten Standard-Kühlzone bieten wir die Möglichkeit, die Kühlzonen mit einer Leistungskühlungseinheit zu erweitern. Hierbei strömt kühle Luft von oben auf die Platine und ermöglicht so dank des erweiterten Kühlprozesses eine noch intensivere und schonendere Kühlung. Die Leistungskühlungseinheit kann als Erweiterung der Standard-Kühlzonen unter Stickstoffatmosphäre oder als separates Modul für Materialien mit höherem Kühlleistungsbedarf unter Luftatmosphäre eingesetzt werden.
Leistungsstark: Kühlung von unten für große, hochbelastbare Leiterplatten.
Bei großen oder schweren Bauteilen reicht die Standardkühlleistung oft nicht aus, um die gewünschte Auslauftemperatur zu erreichen. Dank der Kühlung von unten erzielt der VisionXP+ mühelos eine effiziente Kühlung auch hochbelastbarer Leiterplatten. Kühle Prozessluft wird gleichmäßig von oben und unten auf die Leiterplatte geblasen, was einen besonders homogenen Kühlprozess ermöglicht und die Materialbelastung reduziert. Die Lüfterdrehzahl lässt sich für jede Baugruppe flexibel anpassen. Aufgrund der niedrigen Auslauftemperaturen ist kein zusätzliches Kühlsystem, wie beispielsweise ein lüfterunterstütztes Auslaufband, erforderlich. Baugruppen mit ungleichmäßiger Kupferlagenverteilung werden durch die Kühlung von unten besonders vor Verzug und Ausbeulung geschützt.
Nachhaltig: Kühlung mit flüssigem Stickstoff.
In Zusammenarbeit mit Air Liquide-Partnern hat Rehm Thermal Systems ein innovatives Kühlprinzip für die effizientere Nutzung des zum Inertisieren benötigten Stickstoffs entwickelt und das erste wasserlose Reflow-Lötsystem mit Stickstoffkühlung konstruiert. Kryogener flüssiger Stickstoff (-196 °C) transportiert die Kälte im Kühlbereich des Systems, verdampft und wird anschließend im gasförmigen Zustand zum Inertisieren verwendet. Dadurch erhält das System sowohl die notwendige Kühlung als auch eine inerte Atmosphäre. Der Bedarf an nachgekühltem Wasser, einschließlich Kältemittel und Kältemittel, entfällt, was zuvor einen höheren Energieaufwand erforderte. Dies führt zu jährlichen Einsparungen von ca. 17 Tonnen CO₂ und 30.000 kWh pro System. Mit diesem nachhaltigen Konzept konnte Rehm in diesem Jahr auch beim Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg überzeugen und belegte den zweiten Platz in der Kategorie „Energieeffizienz“.

