Um den Herausforderungen ihrer Kunden zu begegnen, kooperieren die beiden deutschen Wettbewerber nicht nur im Bereich der Standardisierung, sondern auch zur Erhöhung der Versorgungssicherheit durch Dual-Sourcing-Strategien. Globale Lieferengpässe haben die Sensibilität der Originalgerätehersteller (OEMs) in den letzten zwei Jahren deutlich erhöht. Die Kombination deutscher Design- und Entwicklungskompetenz trägt diesem Bedarf an hoher Lieferkettensicherheit Rechnung, indem die Interoperabilität durch gemeinsame Motherboard-Entwicklungsinitiativen verbessert wird. Congatec und Kontron konzentrieren sich daher auf Plug-and-Play-Funktionalität, wodurch COM-Module beider Hersteller auf beliebigen Evaluierungs-Motherboards beider Unternehmen verwendet werden können. Dies ermöglicht echte Multi-Vendor-COM- und Carrier-Strategien.
Das primäre Ziel der Zusammenarbeit zwischen congatec und Kontron ist die Standardisierung von Evaluierungs-Motherboards für COM-HPC®-Client- und Server-Formfaktoren, gefolgt von weiteren Modulstandards wie COM Express® und SMARC™. Kunden können neben den Designrichtlinien auch die Motherboard-Layouts als Best-Practice-Referenz für ihre eigenen Designs nutzen. Angesichts zunehmender globaler Bedrohungen erfüllen die neuen standardisierten und interoperablen Evaluierungs-Motherboards höchste Cybersicherheitsanforderungen.
Beide Unternehmen betonen, dass sich die Kooperation ausschließlich auf die Standardisierung der Evaluierungsträgerplatinen bezieht und dass die Entwicklung von Modulen strikt getrennt bleibt, da dieses Kerngeschäft einem hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt ist.
