Die Norm enthält somit die notwendigen technischen Spezifikationen, die diese Produkte oder Geräte erfüllen müssen, um die grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen der jeweiligen Richtlinie – in diesem Fall der Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU) und der Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) – zu erfüllen. Diese Anforderungen sind unerlässlich für die CE-Kennzeichnung, die für jedes Unternehmen erforderlich ist, das seine Produkte in der Europäischen Union vermarkten möchte.

Wichtigste Änderungen der Norm:
Eaton hat die wichtigsten Änderungen der neuesten Fassung der Norm EN 60204-1 analysiert.
Hinsichtlich der allgemeinen Anforderungen (Kapitel 4) gibt es keine wesentlichen Änderungen. Für Schaltschränke wurden jedoch Verweise auf IEC 61439 und Anhang F hinzugefügt. Darüber hinaus sind die wichtigsten Maßnahmen und Best Practices zur Einhaltung der EMV-Anforderungen (Elektromagnetische Verträglichkeit) umfassender aufgeführt. Die neue Ausgabe enthält außerdem im Abschnitt „Umgebungsbedingungen“ Spezifikationen zu Vibrationen, Stößen, Aufprall und Betriebshöhe.
Kapitel 5 behandelt Geräte, die die Stromversorgung unterbrechen, um unbeabsichtigte Starts zu verhindern (Zuleitungsklemmen sowie Trenn- und Abschalteinrichtungen).
Kapitel 7 befasst sich mit dem Schutz von Betriebsmitteln, insbesondere mit dem Fehlerstromschutz. Die wichtigste Änderung betrifft jedoch den Bemessungskurzschlussstrom, der nun für alle elektrischen Betriebsmittel angegeben werden muss.
Kapitel 10 der Norm widmet sich der Bedienerschnittstelle und den maschinenmontierten Steuergeräten. Die wichtigste Änderung liegt in der Unterscheidung zwischen Not-Aus und Not-Trennung bei Trenneinrichtungen. Es legt fest, dass bei mechanischen Gefahren ein Not-Aus erforderlich ist, während Not-Aus-Schalter nur dann vorgeschrieben sind, wenn eine elektrische Gefahr festgestellt wurde und sie die Spannung unterbrechen.
Kapitel 11 überarbeitet hinsichtlich Standort, Montage und Gehäuse von Schaltschränken die Spezifikationen bezüglich der Erwärmungseffekte vollständig und schreibt die Berechnung der Erwärmung sowie die Durchführung einer Wärmebilanz vor, um eine Überhitzung des Schaltschranks und seiner Komponenten zu verhindern.
Besonders hervorzuheben ist der Fehlerstromschutz für Steckdosen bis 20 A gemäß Kapitel 15.1. Die aktualisierte Norm fordert nun für Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) einen Bemessungsfehlerstrom IΔn ≤ 30 mA.
Kapitel 17, das den Anforderungen an die technische Dokumentation gewidmet ist, enthält wesentliche Aktualisierungen, da es nun nur noch die unbedingt notwendigen Dokumente (die den gesamten Lebenszyklus der Maschine abdecken) vorschreibt.
Schließlich befasst sich Kapitel 18 mit der Prüfung von Leistungsregelungssystemen (PSS). Dies umfasst Spezifikationen für die Durchführung von Prüfungen an PSS, einschließlich der Anforderung, die automatische Abschaltung im Fehlerfall zu überprüfen, selbst wenn ein Frequenzumrichter oder ein Servomechanismus im Stromkreis installiert ist.

Alle Eaton-Produkte entsprechen den in EN 60204-1:2019 festgelegten Spezifikationen.