Die neuen Regeln gelten in der Europäischen Union (EU) ab dem 29. November 2026 für alle neuen Pkw und Transporter und ab dem 29. November 2027 für alle neuen leichten Nutzfahrzeuge, bevor sie 2028 auf Lkw und Busse ausgeweitet werden. Hersteller von außerhalb der EU müssen die Vorschriften einhalten, wenn sie neue Fahrzeuge auf dem EU-Markt verkaufen wollen.

Gleichzeitig wächst das öffentliche Bewusstsein für Luftqualität und Mikroplastik. Weltweit haben Google-Suchanfragen nach Mikroplastik im vergangenen Jahr um 93 %* zugenommen, und Studien zeigen, dass Partikel aus Reifenabrieb etwa 28 % des weltweiten Mikroplastiks ausmachen. Euro 7 ist die erste europäische Emissionsnorm, die neben den herkömmlichen Abgasemissionen auch andere Quellen wie Brems- und Reifenabrieb berücksichtigt und die Einhaltung der Emissionsnormen für viele Fahrzeugkategorien auf 10 Jahre oder 200.000 Kilometer verlängert.

„Die Einhaltung von Euro 7 wird maßgeblich von fortschrittlicher Elektronik und Echtzeit-Fahrzeugüberwachungstechnologien abhängen“, so Mark Patrick, Technical Content Manager bei Mouser Electronics. „Da die Hersteller ihre Ziele für 2026 und 2027 erreichen wollen, erwarten wir verstärkte Entwicklungsaktivitäten mit Fokus auf die präzise Erfassung von Abgas- und Nicht-Abgasemissionen, ein robustes Energiemanagement für Emissionssysteme und On-Board-Überwachungslösungen, die ihre Genauigkeit über deutlich längere Zeiträume gewährleisten.“

Laut Mouser werden drei Bereiche voraussichtlich besondere Aufmerksamkeit erhalten, wenn Entwicklungsteams bestehende Plattformen anpassen und neue Modelle für die Euro-7-Vorschriften entwickeln:

Abgaskontrolle und -nachbehandlung: verstärkter Einsatz von hochpräzisen Sensoren für NOx, Feinstaub, Druck und Temperatur sowie von Mikrocontrollern für die Automobilindustrie und integrierten Energiemanagementschaltungen, um die Emissionsleistung unter breiteren realen Fahrbedingungen aufrechtzuerhalten.

Brems- und Reifenpartikelemissionen: Entwicklung von Elektronik zur Messung und Steuerung von Bremsstaub und Reifenabrieb, von der fahrzeugseitigen Erfassung und Regelung bis hin zu Test- und Messsystemen zur Validierung neuer Materialien und Bremskonzepte.
Batterielebensdauer und On-Board-Überwachung: Optimierte Überwachung des Batteriezustands, der Energieflüsse und der Systemdiagnose in Hybrid- und Elektrofahrzeugen dank der Euro-7-Norm, die Mindestanforderungen an die Leistung von Traktionsbatterien über definierte Laufleistungen und Zeiträume festlegt.

„Ingenieure müssen heute elektronische Bauteile entwickeln, die nicht nur strengere Überwachungs- und Partikelanforderungen erfüllen, sondern auch unter rauen Bedingungen deutlich länger ihre Spezifikationen einhalten“, ergänzt Patrick. „Dies stellt Herausforderungen hinsichtlich Bauteilauswahl, Wärmemanagement und Langlebigkeit dar und macht den Zugang zu einem breiten (und aktuellen) Angebot an Bauteilen und Designressourcen in Automobilqualität zunehmend wertvoll.“

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