Technologien wie künstliche Intelligenz, bidirektionales Laden, multifunktionale Schnittstellen und vernetzte Beleuchtungslösungen spielten in vielen Produkten eine zentrale Rolle und markierten den nächsten Schritt in der Entwicklung von Gebäuden, Städten und Lichtplanung.
Während der sechstägigen Veranstaltung reisten insgesamt 144.767 Besucher aus 143 Ländern nach Frankfurt. Die größten internationalen Besuchergruppen kamen aus China, den Niederlanden, Italien, der Schweiz, Frankreich, Österreich, Belgien, Großbritannien, Spanien und Griechenland. Einschränkungen im internationalen Flugverkehr sowie die anhaltende geopolitische Lage im Nahen Osten – mit vorübergehenden Störungen an wichtigen Flughäfen, insbesondere in Dubai – führten dazu, dass nicht alle Besucher wie geplant teilnehmen konnten. Dennoch bekräftigte die Veranstaltung ihre starke Präsenz in Deutschland sowie in Mittel- und Westeuropa und festigte ihre Rolle als internationaler Treffpunkt für Industrie, Handwerk, Planer und Architekten.
„Die Light + Building 2026 hat einmal mehr bewiesen, wie innovativ und zukunftsorientiert diese Branche ist“, sagte Wolfgang Marzin, Präsident und CEO der Messe Frankfurt. „Gleichzeitig zeigt sie, wie wichtig persönliche Begegnungen und der direkte Austausch gerade in Zeiten wie diesen sind. Die Light + Building erfüllt ihre Aufgabe, indem sie Fachleute aus Industrie, Handwerk, Planung und Design zusammenbringt und so die Grundlage für Dialog, Kooperation und neue Ideen schafft. Dieser Austausch stärkt den Zusammenhalt der Branche und gibt ihrer zukünftigen Entwicklung einen entscheidenden Impuls. Die Zukunft ist die Elektrifizierung.“.
Gebäude: Vom Energieverbraucher zum aktiven System.
Die Light + Building 2026 zeigte im Gebäudesektor, wie sich Gebäude von passiven Energieverbrauchern zu aktiven Komponenten intelligenter Energiesysteme entwickeln. Intelligente Energieverteilung, integriertes Last- und Lademanagement sowie bidirektionales Laden vernetzen Gebäude, Stromnetz und Elektromobilität zunehmend und eröffnen so neue Möglichkeiten für Energieeffizienz und Systemstabilität.
Gleichzeitig stand der bestehende Gebäudebestand im Mittelpunkt: Modulare und skalierbare Lösungen erleichtern die energetische Sanierung und ermöglichen effiziente und kostengünstige Modernisierungen. Digitale Planungs- und Betriebskonzepte sowie multifunktionale Schnittstellen vereinfachen Installation und Nutzung, während sichere Ladeinfrastruktur und zuverlässige Systeme für kritische Anwendungen an Bedeutung gewinnen. Damit treibt der Sektor die nächste Stufe der Gebäudetechnik voran und strebt eine integriertere, flexiblere und zukunftssichere Infrastruktur an.
Beleuchtung: Intelligente Steuerung und atmosphärisches Design.
Im Bereich der Beleuchtung zeichnet sich ein deutlicher Wandel hin zu datengesteuerten, adaptiven Systemen ab. Sensoren, vernetzte Leuchten und KI-gestützte Steuerungssysteme ermöglichen eine präzise, bedarfsgerechte Lichtverteilung, die sich automatisch an die Anwesenheit von Personen, das natürliche Licht und verschiedene Nutzungsszenarien anpasst.
Vernetzte und skalierbare Lösungen haben sich branchenübergreifend bewährt – von Wohn- und Gastgewerbe über Einzelhandel und Industrie bis hin zur urbanen Infrastruktur. Gleichzeitig bleibt Licht ein Schlüsselelement der Innenarchitektur: Hochwertige Leuchten, vielfältige Designsprachen und sorgfältig ausgewählte Farbtemperaturen schaffen Atmosphären, lenken die Wahrnehmung und steigern die Raumqualität.
Nachhaltige Materialien, langlebige Komponenten und zirkuläres Produktdesign unterstreichen die langfristige Vision der Branche. Insgesamt bewegt sich die Branche hin zu einer neuen Generation umfassender Beleuchtungskonzepte, die technologische Präzision mit emotionaler Wirkung verbinden.
Design, KI und Nachwuchstalente setzen Trends:
Das Veranstaltungsprogramm trieb die nächste Innovationsphase voran. Die Design Plaza in Halle 3.1 war das Zentrum für Licht- und Designthemen. Dort wurden aktuelle Trends analysiert und innovative Projekte präsentiert. Besonders hervorzuheben ist die Initiative „Women in Lighting“, die den internationalen Austausch in der Lichtbranche fördert.
Auch der Bereich „Young Design“ zog großes Interesse auf sich: Junge Designer präsentierten innovative Materialien, experimentelle Leuchten und klare Konzeptansätze.
In Halle 9 lockte die AI Lounge zahlreiche Besucher mit interaktiven Workshops an, die veranschaulichten, wie künstliche Intelligenz die Planung, den Betrieb und die Geschäftsmodelle der Gebäudetechnik revolutioniert. Die Sonderausstellung „The Living Light“ beleuchtete die Rolle von Licht in Bereichen wie Wohnen, Bildung, Arbeit und Kommunikation und zeigte, wie Licht Orientierung, Stimmung, menschliche Interaktion und Konzentration beeinflusst.
Förderung von Nachwuchskräften in der Elektrobranche:
Mit dem Power Festival bekräftigte die Messe ihr Engagement für junge Talente in der Elektrobranche. In der Galleria zwischen den Hallen 8 und 9 entstand ein dynamischer Treffpunkt für Auszubildende, Fachkräfte, Elektromeister und Branchenvertreter. Das Angebot umfasste praxisorientierte Workshops, Challenges, Seminare zur Arbeitssicherheit und Gespräche mit Branchenführern.
Parallel dazu fand eine Spendenaktion statt: Besucher legten Kilometer auf stationären Fahrrädern zurück. Light + Building verdoppelte den Betrag bis zu 10.000 €, die an die Deutsche Kinderhilfsstiftung gespendet wurden. Ziel der Stiftung ist es, Chancengleichheit im Bildungsbereich zu fördern und Kindern einen optimalen Schulstart mit der notwendigen Ausstattung zu ermöglichen.
Die nächste Ausgabe der Light + Building, der Weltmesse für Licht- und Gebäudetechnik, findet vom 5. bis 10. März 2028 in Frankfurt am Main statt.
