Die SB6 ist eine kompakte, eigenständige Lösung für Anwendungen mit bis zu vier Achsen. Die Serie ist in drei Baugrößen für kleine bis mittlere Leistungsanforderungen erhältlich. Sie kann sowohl lineare als auch rotatorische Synchron-Servomotoren sowie Asynchron- und Lean-Motoren ansteuern. Dank ihrer besonders kompakten Bauweise passt die SB6 in Schaltschränke mit einer Einbautiefe ab 210 Millimetern.

Umfangreiche Sicherheitsfunktionen.
Ausgestattet mit dem SX6 eignet sich die SB6 für sicherheitsrelevante Anwendungen bis SIL 3, PL e (Kategorie 4) gemäß DIN 61800-5-2 oder DIN EN ISO 13849-1. „Das Sicherheitsmodul ermöglicht klassische Stoppfunktionen wie sicheres Drehmomentabschalten (STO), sicherer Stopp 1 (SS1) und sicherer Stopp 2 (SS2)“, erklärt Meyering. Ergänzt werden diese durch sicher begrenzte Drehzahl (SLS), sicheren Drehzahlbereich (SSR), sichere Fahrtrichtung (SDI), sicher begrenztes Inkrement (SLI) und sicheren Betriebsstopp (SOS).

Um die Produktivität und Verfügbarkeit der Maschinen zu steigern, hat STOBER die Überwachungsmechanismen für Sicherheitsfunktionen über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus erweitert. Durch positionsbasierte Grenzwertüberwachung oder selektive Maskierung von Störsignalen lassen sich die gewünschten Grenzwerte mit minimalem Signal-Rausch-Verhältnis erreichen. Das SX6 führt während des Betriebs kontinuierliche Systemtests durch. Dadurch entfällt die Notwendigkeit zyklischer Funktionstests und die Dokumentation der Sicherheitsfunktionen durch den Endanwender – ein klarer Vorteil für die Betriebssicherheit.

„Anwender profitieren von minimalen Reaktionszeiten – im ungünstigsten Fall unter zehn Millisekunden –, reduzierten Sicherheitsabständen und hoher Verfügbarkeit“, erklärt Meyering. „Dies steigert Produktivität und Systemverfügbarkeit deutlich.“ Das integrierte Sicherheitsmodul kann direkt in die Achsenbewegung eingreifen und den Antrieb stoppen, wenn ein Grenzwert überschritten wird oder ein Not-Aus ausgelöst wird. Alternativ kann es so konfiguriert werden, dass es nur Grenzwertüberschreitungen meldet. Darüber hinaus bilden die EtherCAT- und FSoE-Zertifizierungen die Grundlage für die einfache Integration in EtherCAT-basierte Automatisierungslösungen.

Bremsmanagement: Zuverlässiger Schutz vor Wellenabfall.
Durch mechanischen Verschleiß oder Verschmutzungen der Bremsen können Wellen, die der Schwerkraft ausgesetzt sind, unerwartet absinken oder herunterfallen und so Personen im Gefahrenbereich gefährden. Meyering erklärt: „Daher müssen in der Konstruktion geeignete Maßnahmen getroffen werden, um dieses Risiko deutlich zu reduzieren.“ Für diese Anwendung hat STOBER den SX6 mit einem sicheren Bremsmanagement ausgestattet. Der Antriebsregler SB6 mit Sicherheitsmodul erfüllt damit die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsunfallversicherung (DGUV) für Wellen, die der Schwerkraft ausgesetzt sind. „In Kombination mit einem Motor mit Haltebremse und dem ServoStop-Motoradapter mit integrierter Bremse bieten wir eine einfache und dennoch sichere Lösung für die Planung und Konstruktion im Maschinenbau“, so Meyering.

Das Bremsmanagementsystem des SX6 umfasst die sichere Bremssteuerung (Safe Brake Control, SBC), die ein sicheres Bremsen gewährleistet. Zusätzlich prüft die Funktion „Sicherer Bremstest“ (Safe Brake Test, SBT) bei Bedarf das definierte Bremsmoment und erkennt Abweichungen, beispielsweise durch Verschmutzungen oder Defekte, bevor ein kritischer Wert erreicht wird. Das parametrisierte Testintervall wird ebenfalls überwacht. Je nach Anwendung oder den Anforderungen der Risikoanalyse kann dieses Intervall einmal pro Produktionszyklus oder alle acht Stunden zu Schichtbeginn erfolgen. Reicht das Bremshaltemoment nicht mehr aus, bietet die Betätigungssteuerung die Funktion „Bremsenanpassung“ an. Das System kann dann erneut prüfen, ob das erforderliche Testmoment erreicht wurde. Da das Bremsmanagementsystem den Betrieb von bis zu zwei Bremsen unterstützt, deckt es alle im DGUV-Datenblatt für schwerkraftbelastete Achsen beschriebenen Anwendungsszenarien ab.

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