Dank der langjährigen Zusammenarbeit zwischen PLS und ST im Rahmen der „ST Partner Programs“ profitieren wichtige Kunden und Early Adopters bereits von den Debugging-, Test-, Tracing- und Systemanalysefunktionen von UDE, die für Stellar P3E-Mikrocontroller optimiert sind. Die Serienproduktion des Chips soll Ende 2026 beginnen.
Der Stellar P3E verfügt über einen leistungsstarken Multi-Core-Cluster aus Arm® Cortex®-R52+ CPUs und eine neuronale Verarbeitungseinheit (NPU). ST will damit die Entwicklung hochintegrierter Antriebsarchitekturen beschleunigen und Motorsteuerungen, Wechselrichter, Bordcomputer und DC/DC-Wandler in einheitlichen Systemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge zusammenführen. Neben seiner hohen Rechenleistung und KI-Beschleunigungsfunktionen bietet der Mikrocontroller (MCU) einen großzügigen, erweiterbaren Speicher und intelligente Energiemanagementfunktionen.
Für den Stellar P3E hat PLS die Universal Debug Engine (UDE) zum Debuggen, Tracing und Testen erweitert, um Entwicklern echtes Multi-Core-Debugging des Mikrocontrollers zu ermöglichen. Alle Kerne des Cortex-R52+-Multi-Core-Clusters sind in einer einzigen, einheitlichen Debugger-Instanz sichtbar und steuerbar. Die Multi-Core-Ausführungssteuerung der UDE gewährleistet die vollständige Synchronisierung aller Kerne während des gesamten Debugging-Vorgangs. Je nach Anwendungsfall können Kerne auch einzeln gestartet und gestoppt werden. Multi-Core-Breakpoints, die in gemeinsam genutztem Code verwendet werden können, vereinfachen das Debuggen komplexer Anwendungen. Ein solcher Breakpoint ist immer wirksam und völlig unabhängig davon, welcher Kern den entsprechenden Code gerade ausführt.
Die Geräte UAD2pro, UAD2next und UAD3+ aus der Universal Access Device-Familie von PLS ergänzen zusammen mit dem zugehörigen Zieladapter das UDE-Debugging-Tool und gewährleisten eine schnelle und zuverlässige Kommunikation mit Stellar P3E-Mikrocontrollern über JTAG oder Serial Wire Debug (SWD). Für Entwicklungsumgebungen mit hohen elektrischen Anforderungen sind optional galvanisch getrennte Adapter erhältlich, die eine Isolationsspannung von bis zu 1000 Volt ermöglichen.
Für umfassenderes, nicht-invasives Debugging und Laufzeitanalysen nutzt UDE die vom Stellar P3E protokollierten Trace-Daten. Unter anderem ermöglicht es die Visualisierung von Funktions- oder Aufgabenausführungen im Zeitverlauf sowie die Profilerstellung zur Aufdeckung von Optimierungspotenzialen. Sowohl auf dem UAD2next als auch auf dem UAD3+ können große Mengen an Trace-Daten protokolliert werden. Der UAD2next verfügt über 512 MB Trace-Speicher, der UAD3+ über bis zu 8 GB. Für den schnellen Download von Trace-Daten vom Chip zu UDE unterstützen UAD2next und UAD3+ die serielle Hochgeschwindigkeits-Trace-Schnittstelle mit mehreren Gbit/s auf Basis des Aurora™-Protokolls. Mit dem UAD3+ Serial Trace Pod 100G lässt sich eine Gesamt-Trace-Bandbreite von bis zu 100 Gbit/s erreichen.
