Traditionell wurden komplexe Geräte zur Prüfung von Regelventilen eingesetzt. Deren Bedienung erforderte jedoch umfangreiche Schulungen, den Ausbau des zu prüfenden Regelventils und unter Umständen ein bis zwei Stunden Arbeitszeit. Das Fluke 710 hingegen bietet integrierte Prüfverfahren und eine äußerst intuitive Benutzeroberfläche mit Statusanzeigen für das Ventil.

Ein wichtiges Merkmal dieses Geräts ist die Möglichkeit der schnellen Überprüfung von Regelventilen im eingebauten Zustand. Das Gerät erzeugt ein 4-20 mA-Stromschleifensignal zur Ansteuerung des intelligenten Regelventils und fordert gleichzeitig Daten über das HART-Kommunikationsprotokoll an, um wichtige Diagnoseinformationen zu Ventilposition und -status zu erfassen. Dadurch können Techniker schneller und fundierter entscheiden, ob Wartungsarbeiten erforderlich sind und, falls ja, ob das System abgeschaltet werden muss.

Zu den vorkonfigurierten und installierten Ventilprüfroutinen des Fluke 710 gehören: manuelles Umschalten des mA-Signals und Anzeige variabler Informationen zu HART-Position und -Druck; Rampenfunktion für den gesamten Signalbereich bei gleichzeitiger Aufzeichnung der Position oder des angelegten Drucks, der das Ventil in Prozent von 0-100-0 % bewegt; Bewertung der Reaktion des Ventils auf Änderungen des mA-Eingangssignals; Geschwindigkeitstests zur Bestimmung der Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit des Ventils; sowie Schock- und Teilwegtests, die zur Prüfung von Ventilen innerhalb eines Teils ihres Bereichs beitragen.

Messwerte und andere Testergebnisse werden im Speicher des Fluke 710 aufgezeichnet und gespeichert. Von dort können sie in die mitgelieferte Analysesoftware Fluke ValveTrack™ hochgeladen werden. So können Techniker aufgezeichnete Ventiltests direkt vor Ort visualisieren und zuvor hochgeladene Tests mit neueren vergleichen.

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