Die Familie 60-191 ist in vier Standardkonfigurationen erhältlich und kombiniert bis zu zwanzig hermetisch gekapselte 40-A-SPST-NO-Schütze und vier 80-A-Schütze mit einer entsprechenden Anzahl von 1-A-SPST-Relais für Messleitungen. Hochstrom- und Messleitungsanschlüsse erfolgen über Standard-Schraubklemmen an der Frontplatte. Kundenspezifische Relaiskombinationen und alternative Anschlussmöglichkeiten sind auf Anfrage erhältlich.
Jede Einheit wird zwischen mehreren Hochstrom-Netzteilen und einem zu prüfenden Gerät oder System installiert und kann die positiven und negativen Ausgänge jedes Netzteils sowie die zugehörigen Hoch- und Niederspannungs-Messleitungen programmatisch verbinden und trennen. Techniker können jedes Relais einzeln ansteuern oder zwei Hochstrom- und zwei Niederstromrelais als Gruppe mit einem einzigen Befehl betreiben. Dies vereinfacht das Schalten der üblicherweise von einem Netzteil verwendeten vier Anschlüsse.

„Hochstromschaltungen in automatisierten Testsystemen werden üblicherweise mit kundenspezifischen Baugruppen realisiert, die Schütze und digitale Ausgangsmodule nutzen“, so Steven Edwards, Leiter Produktmanagement bei Pickering. „Die Produktfamilie 60-191 bietet vollständig getestete, wartungsfreundliche LXI-Alternativen in Standard-4U-Gehäusen mit der Schaltleistung, den Steuerungsfunktionen und der Softwarekompatibilität, die für eine schnellere Integration von Hochstromnetzteilen erforderlich sind.“.

Jede Einheit verfügt über einen Sequenzierungsdienst, der bis zu 5.000 vordefinierte Schaltsequenzen speichern und diese per Software oder konfigurierbaren Hardware-Triggern ausführen kann. Durch die Speicherung der Sequenzen im LXI-Controller reduzieren die Einheiten Host-Transaktionen und die Systemlatenz. LEDs an der Vorderseite zeigen den Schaltstatus an und vereinfachen so Programmierung und Fehlersuche. Relaiszykluszähler erleichtern die vorbeugende Wartung und sorgen für eine gleichmäßige Auslastung der verfügbaren Pfade.

Die Einheiten 60-191 werden über eine LXI 1.5-konforme 1000Base-T-Ethernet-Schnittstelle mittels einer API oder eines integrierten virtuellen Bedienfelds gesteuert. Die IVI- und Direct-I/O-Treiber sind kompatibel mit Windows und Linux sowie gängigen Entwicklungsumgebungen wie LabVIEW, Python, C/C++, C#, MATLAB und Simulink.

Typische Anwendungsgebiete sind das Testen von Batterien für Elektrofahrzeuge und Hochleistungselektronik für die Automobilindustrie, die Forschung an Brennstoffzellen und Wasserstoffelektrolyse, das Testen von Solarwechselrichtern und Energiespeichern, die Entwicklung in der Luft- und Raumfahrt sowie Funktions- oder Produktionstests von Hochstromversorgungen.

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