Bild1-wDas CTC-Kontrollfeld stellt die Gleise grafisch dar, sodass der Fahrdienstleiter die Position der Züge in seinem Zuständigkeitsbereich überwachen kann. Längere Bahnstrecken verfügen oft über mehrere Kontrollzentren, und für jeden Betriebsabschnitt können mehrere Fahrdienstleiter zuständig sein. Die Kontrollzentren befinden sich in der Regel in der Nähe der am stärksten frequentierten Abstellanlagen oder Bahnhöfe, und ihre Leistungsfähigkeit ist mit der von Flugsicherungstürmen vergleichbar. Im Schienenverkehr stellt die Zugsteuerung sicher, dass Züge, die auf demselben Gleis in entgegengesetzter Richtung fahren, sich nicht ohne spezielle Infrastruktur wie Ausweichgleise und Weichen passieren können. Ursprünglich gab es nur zwei Möglichkeiten, die Interaktion der Züge zu regeln: die Vorabregelung des Verkehrs oder die Einrichtung von Kommunikationsverbindungen zwischen der für den Zugverkehr zuständigen Stelle (dem Fahrdienstleiter) und den Zügen. Die Eisenbahnunternehmen gaben diesen beiden Steuerungsmechanismen in einer Reihe von Verfahren, dem sogenannten Zugfahrplanbetrieb, offiziellen Status. Dieser wurde später durch die automatische Blocksignalisierung (ABS) teilweise automatisiert.

Das Projekt wurde von einem führenden italienischen Ingenieurbüro für Bauwesen und Netzwerktechnik realisiert, das innovative Dienstleistungen für die Bereiche Telekommunikation, Transport, Energie und Technologie entwickelt. Das Unternehmen mit weltweit 4.000 Mitarbeitern und internationaler Präsenz hat bereits Projekte auf nahezu allen Kontinenten durchgeführt, von Europa über Lateinamerika und den Nahen Osten bis nach Afrika. Um den Anforderungen der Globalisierung hinsichtlich internationaler Präsenz gerecht zu werden, ist es aktuell auch in Libyen, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien tätig.

Systemanforderungen:
Für die Auswahl des Projektpartners legte unser Kunde Wert auf die Einhaltung mehrerer Anforderungen. Eine der Anforderungen an die bodengestützten Steuerungssysteme war die Verfügbarkeit von Modulen mit ausreichender Flexibilität zur Anpassung an die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen verschiedener Standorte. Der Einsatz eigensicherer Module war unerlässlich, um potenzielle Ausfälle im gesamten Netzwerk auszuschließen. Dies erforderte modernste Geräte, die sich schnell mit den neuesten Programmiersprachen programmieren lassen.

Advantechs Lösungsvorschlag sah die vollständige Integration seiner Produkte in die Steueranlage des Kunden mittels des ACEI-Systems (Central Electrically Controlled Switching) vor. Dieses zentrale System steuert Weichen, Signale, Bahnübergänge, Weichensignale und alle für den Betrieb des Bahnhofs notwendigen Funktionen, indem es Signale von den Überwachungseinrichtungen an das ACEI-System sendet. Diese Signale werden anschließend über APAX-Module an den Kontrollraum zurückgesendet und dort angezeigt.

Systemdiagramm
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Vorteile:
Der Kunde installierte mehrere APAX- und EKI-Module in einem Schrank neben dem ACEI-System in der Nähe jeder Station. Jeder Schrank enthält zwei separate APAX-Controller in redundanter Master/Slave-Konfiguration. Der Master-Controller erfasst die Daten, während das Slave-System im Standby-Modus verbleibt und im Fehlerfall den Betrieb unterbrechungsfrei übernimmt. So wird die kontinuierliche Systemverfügbarkeit sichergestellt. Die APAX-Module von Advantech ermöglichten eine einfachere und zuverlässigere Inbetriebnahme der Peripheriestationen. Sie bieten dem Bediener nicht nur eine einfache lokale Verbindung zur Stationssoftware über einen PC, sondern ermöglichen auch die Überwachung des Datenaustauschs und des Stationsstatus. Die Tests wurden lokal durchgeführt, und der Bediener kann die Genauigkeit der Felddaten direkt überprüfen. Dadurch wurde die Logik vereinfacht. Die Module sind im laufenden Betrieb austauschbar, und das System arbeitet auch nach dem Austausch eines einzelnen Moduls weiter. Dies verkürzt die mittlere Reparaturzeit (MTTR). Dank der Modularität von APAX konnte der Kunde innerhalb desselben Standorts verschiedene Geräte für unterschiedliche Installationen realisieren. Dies ermöglicht zudem die Systemerweiterung und bietet die Möglichkeit, E/A-Module für Messungen vor Ort, wie beispielsweise den von einem Motor erzeugten Strom (Diagnosedaten), hinzuzufügen. Die Wiederverwendung von Software reduziert die Kosten für die Entwicklung neuer Software durch eine benutzerfreundliche Programmierumgebung und Plug-and-Play-Funktionalität.

Da das APAX-System auf PC-Logik basiert, ermöglicht es die automatische Übertragung der Systemkonfiguration an den Kontrollraum.

Die für ihre hohe Qualität und Verfügbarkeit bekannten Geräte von Advantech werden seit Jahren in der italienischen Eisenbahnsignaltechnik eingesetzt und tragen zu einem pünktlichen Betrieb bei. Dank des umfangreichen Produktportfolios von Advantech konnte unser Kunde für jede Anwendung die optimale Architektur auswählen. Die lokale Präsenz von Advantech ermöglichte zudem die Zusammenarbeit mit den Ingenieuren vor Ort, um die effizienteste Konfiguration zu ermitteln und eine reibungslose Abwicklung während des gesamten Prozesses zu gewährleisten.

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