Bislang wurden solche Geräte nicht für derart anspruchsvolle Aufgaben eingesetzt. Xilinx und IK4-IKERLAN haben jedoch ein System-on-a-Chip für kritische Anwendungen entwickelt, das die strengen Anforderungen des TÜV Rheinland erfüllt.
Bislang war es für sicherheitsrelevante Anwendungen (d. h. solche, bei denen die Sicherheit von Personen oder wertvoller Infrastruktur von deren einwandfreier Funktion abhängt) notwendig, zwei Chips parallel im selben System zu betreiben. So konnte bei Ausfall eines Chips der andere die Sicherheitsfunktionen weiterführen.
Die neue Plattform von Xilinx und IK4-IKERLAN ermöglicht es, diese kritische Aufgabe mit einem einzigen Bauteil zu realisieren. Dazu wurden zwei funktionale Sicherheitskanäle in denselben Chip integriert. Dank dieser Weiterentwicklung konnte eine effizientere Lösung mit weniger benötigten Komponenten und somit geringeren Kosten erzielt werden.
Die Nützlichkeit dieser Entwicklung wurde in einem Pilotprojekt zur Lokalisierung von Anomalien in elektrischen Energiesystemen unter Beweis gestellt. Es handelt sich um eine Ein-Chip-Anwendung, die den Stromfluss im Netz überwacht, um Überspannungen zu verhindern, die die Integrität einer Anlage gefährden könnten. Diese Anwendung hat dem TÜV Rheinland gezeigt, dass das Gerät die Sicherheit kritischer Infrastrukturen wie Stromnetze gewährleisten kann.
Darüber hinaus eignet sich die Plattform für den Einsatz in verschiedenen anspruchsvollen Branchen wie der Automobil-, Bahn- und Medizintechnik.

