Beide neuen Funktionen erweitern die Einsatzmöglichkeiten von Fahrzeugaußenkameras und gehen auf zwei der größten Herausforderungen der Branche ein: die Integration fortschrittlicher KI-Funktionen bei gleichzeitig minimalem Energieverbrauch und die Bereitstellung hochwertiger, zuverlässiger Bilder unter allen Lichtverhältnissen.
OAX7700: Intelligente Fahrzeugüberwachung mit 97 % weniger Stromverbrauch.
Der neue OAX7700 ASIC ermöglicht die Aufrüstung bestehender Außenkamerasysteme, wie z. B. Panorama-Kamerasysteme (SVS), und wandelt sie in extrem stromsparende, KI-basierte Parküberwachungssysteme um.
Das Gerät integriert eine neuronale Verarbeitungseinheit (NPU), die KI-Funktionen direkt am Gerät ausführt, darunter die Erkennung von Personen, die Identifizierung und Klassifizierung von Personen und Objekten sowie die Entfernungsschätzung.
Im Dauerbetrieb überwacht die Kamera die Fahrzeugumgebung kontinuierlich mit minimalem Stromverbrauch. Erkennt sie ein relevantes Ereignis, schaltet das System sofort in den Normalmodus und speichert fünf bis zehn Sekunden Videomaterial vor dem Ereignis. Die elektronische Steuereinheit analysiert dieses Material, um den Auslöser zu bestätigen und gegebenenfalls einen Alarm auszulösen.
Diese Funktion reduziert Fehlalarme, die durch harmlose Bewegungen wie Wind, Vögel, Bäume oder herumfliegende Teile ausgelöst werden. Gleichzeitig liefern Bilder vor einem Ereignis wertvolle Informationen für Fahrzeughalter im Ernstfall.
Parküberwachungssysteme mit dem OAX7700 verbrauchen laut OMNIVISION 97 % weniger Energie als vergleichbare Lösungen auf dem Markt. Die Ausführung von KI-Funktionen direkt auf dem Gerät entlastet zudem die zentrale Fahrzeugrechnerplattform erheblich und ermöglicht so schnellere und effizientere Entscheidungen im Umfeld des Fahrzeugs.
Die integrierte NPU erlaubt Herstellern außerdem die Entwicklung und Implementierung eigener KI-Algorithmen auf dem Chipsatz. Dadurch erweitern sie die Systemfunktionen über die reine Sicherheit hinaus, ohne Kompromisse beim Stromverbrauch einzugehen. Die Architektur ermöglicht zudem die Integration neuer Funktionen per Over-the-Air-Update.
„Mit dem OAX7700 ASIC statten wir bestehende Fahrzeugkamerasysteme mit hocheffizienter Parkraumüberwachung aus und unterstützen gleichzeitig moderne softwaredefinierte Fahrzeugarchitekturen: Unsere Kunden investieren in ein System, das sich über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs aufrüsten und verbessern lässt“, so David Ho, Senior Marketing Director bei OMNIVISION. „Wir haben dabei auf Technologie aus unserem Sicherheitssegment zurückgegriffen, in dem OMNIVISION als weltweit führendes Unternehmen gilt.“.
Zu den wichtigsten Merkmalen des OAX7700 gehören sein extrem stromsparender KI-Bildverarbeitungsprozessor mit NPU, der kontinuierliche 24/7-Betrieb, die Unterstützung kundenspezifischer Algorithmen zur Personen- und Objekterkennung sowie zur Entfernungsschätzung und die Fähigkeit, zwischen harmlosen Bewegungen zu unterscheiden, um Fehlalarme zu reduzieren. Er integriert außerdem gestapelten PSRAM und Flash-Speicher in einem 60-Pin-BGA-Gehäuse.
Der OAX7700 ist in einem kompakten 5,5 x 3,5 mm Gehäuse erhältlich. Muster sind ab sofort verfügbar, die Serienproduktion ist für das erste Quartal 2027 geplant.
OX08D30: 8-MP-Bildsensor für ADAS und autonomes Fahren.
Neben dem OAX7700 hat OMNIVISION den neuen OX08D30 vorgestellt, einen 8-Megapixel-CMOS-Bildsensor mit TheiaCel™-Technologie. Er wurde speziell für ADAS-Systeme und Außenkameras für autonomes Fahren entwickelt.
Der neue Sensor erweitert den Dynamikumfang bei Einzelbelichtungen, um LED-Flimmern und andere durch die Zeitabtastung verursachte Artefakte zu minimieren und so in verschiedenen Lichtverhältnissen hochwertige Bilder zu liefern. Darüber hinaus ist er pinkompatibel zum OX08D10, der in ADAS-Plattformen weit verbreitet ist.
Das Flackern von Elementen wie LED-Ampeln stellt eine Herausforderung für Bildverarbeitungssysteme dar, da es die korrekte Interpretation beleuchteter Verkehrssignale durch Fahrerassistenzsysteme (ADAS) und autonome Fahrfunktionen beeinträchtigen kann.
Um dieses Problem zu lösen, kombiniert die 2,1-Mikron-TheiaCel™-Technologie von OMNIVISION modernste Seitenüberlauf-Integrationskondensatoren (LOFIC) mit der HDR-DCG™-Technologie des Unternehmens. Diese Kombination minimiert das LED-Flimmern unter verschiedenen Lichtverhältnissen.
Dank TheiaCel™ bietet der OX08D30 eine verbesserte HDR-Leistung und erweitert die Erfassungsreichweite auf bis zu 200 Meter. Der Sensor ist zudem so konzipiert, dass er auch bei hohen Temperaturen eine hohe Leistung erbringt und in Anwendungen mit Fahrzeug-Außenkameras eine hohe Farbgenauigkeit liefert.
„Wir haben den OX08D30 überarbeitet, um eine branchenführende Leistung bei schwachem Licht mit unübertroffener Stabilität bei hohen Temperaturen und im Farbverhältnis zu erzielen“, so Paul Wu, Director of Automotive Product Marketing bei OMNIVISION. „Er nutzt unsere patentierte TheiaCel™-Technologie, die durch einen LOFIC mit höherer Dichte erweitert wurde, um noch mehr Photonen einzufangen und hellere LEDs zu nutzen. Dies verbessert die LED-Flimmerreduzierung (LFM) und sorgt so für bestmögliche Bildqualität und mehr Fahrsicherheit.“.
Der OX08D30 zeichnet sich zudem durch einen um 20 % geringeren Stromverbrauch und eine um 50 % kleinere Baugröße als andere Bildsensoren seiner Klasse aus. Dank der a-CSP™-Gehäusetechnologie von OMNIVISION bietet er eine besonders kompakte Lösung.
Muster des OX08D30 sind ab sofort verfügbar, die Serienproduktion läuft bereits.
Eine intelligentere und effizientere Bildverarbeitungsplattform für Fahrzeuge:
Mit der OAX7700 und der OX08D30 erweitert OMNIVISION sein Portfolio an Fahrzeugaußenkameras und deckt sowohl intelligente Bildverarbeitung als auch Bildaufnahme ab.
Die OAX7700 bringt künstliche Intelligenz an den Fahrzeugrand und ermöglicht so eine kontinuierliche Überwachung bei minimalem Stromverbrauch. Die OX08D30 liefert hochauflösende Bilder mit großem Dynamikumfang und verbessert damit die Wahrnehmung von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und autonomen Fahrsystemen.
Beide Lösungen spiegeln die Entwicklung hin zu immer intelligenteren, effizienteren und softwaredefinierten Fahrzeugarchitekturen wider, in denen Kameras nicht nur Umgebungsinformationen erfassen, sondern auch eine zunehmend wichtige Rolle bei deren Interpretation und Verarbeitung spielen.
