Der Schwerpunkt der Neuerungen in TIA Portal V14 SP1 liegt auf der verbesserten Kompatibilität mit anderen Systemen. Dies umfasst den standardisierten bidirektionalen Austausch von Konstruktionsdaten über AutomationML (Automation Markup Language) mit Konstruktionssoftware wie EPLAN, dem TIA Selection Tool oder anderen CAE-Systemen (Computer-Aided Engineering). Die neuen Funktionen der TIA Portal Openness-Programmierschnittstelle ermöglichen nun auch die automatische Bearbeitung von Hardwarekonfigurationen, einschließlich ausfallsicherer Objekte.
Die Entwicklungsumgebung TIA Portal ist für Siemens der zentrale Zugangspunkt für die Automatisierung in digitalen Unternehmen und die Entwicklung von Automatisierungslösungen im Kontext der Digitalisierung. TIA Portal V14 SP1 erweitert die Offenheit von TIA Portal und vereinfacht so die Digitalisierung von Arbeitsprozessen von Anfang bis Ende. Beispielsweise kann die virtuelle Steuerung Simatic S7-PLCSIM Advanced genutzt werden, um Steuerungsfunktionen in jeder Phase zu testen und sie für die virtuelle Inbetriebnahme mit simulierten Maschinenmodellen zu verbinden.
Ein weiteres Beispiel ist die Möglichkeit, Simatic-Kenntnisse zur Programmierung und Diagnose von Robotersteuerungen mithilfe von Simatic S7-1500 Funktionsbausteinen einzusetzen.
Ab Version V14 SP1, V13 SP2 und späteren Versionen ist die TIA Portal-Entwicklungsumgebung auch mit Windows 10 kompatibel und bietet somit flexible Unterstützung für die Betriebssystemanforderungen der Anwender. Für eine einfache und zentrale Passwortverwaltung zum Schutz von Wissen, Schreib- und Kopierdaten steht die neue Password API in TIA Portal V14 SP1 zur Verfügung. Diese Schnittstelle ermöglicht die einfache Implementierung eines Passwortverwaltungssystems für kundenspezifische Anwendungen oder sichere Authentifizierungskonzepte, beispielsweise mithilfe von Wechseldatenträgern (Dongles). Simatic ProDiag, die Softwareoption für die Anlagen- und Maschinendiagnose, wurde um Analysekriterien für eine direktere Fehlersuche erweitert. Dadurch kann die SPS zusammen mit dem HMI Code Viewer verwendet werden, um Zustände, in denen Fehler aufgetreten sind, nachträglich zu visualisieren und deren Ursache effizienter zu ermitteln. Im Step 7-Entwicklungstool können Maschinenbauer nun die neue Einzelblockvergleichsfunktion nutzen, um die Bearbeitung zu optimieren. So ist beispielsweise ein detaillierter Vergleich einzelner Blöcke direkt aus dem Projektnavigationsbereich im Offline/Offline- oder Online/Online-Modus möglich.
allgemeine Informationen
Das Siemens TIA Portal (Fully Integrated Automation Portal) ermöglicht Anwendern die schnelle und intuitive Durchführung von Automatisierungs- und Antriebsaufgaben durch effiziente Konfiguration. Die Softwarearchitektur ist auf hohe Effizienz und Benutzerfreundlichkeit ausgelegt und eignet sich daher sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Anwender. Sie bietet ein standardisiertes Bedienkonzept für Steuerungen, Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMIs) und Antriebe sowie für die Speicherung und Konsistenz gemeinsam genutzter Daten – beispielsweise bei Konfiguration, Kommunikation und Diagnose – und stellt leistungsstarke Bibliotheken für alle Automatisierungsobjekte bereit. Das intuitive Engineering des TIA Portals ermöglicht den umfassenden Zugriff auf das gesamte Spektrum der digitalen Automatisierung, einschließlich digitaler Planung, integriertem Engineering und transparentem Betrieb. Zusammen mit PLM (Product Lifecycle Management) und MES (Manufacturing Execution Systems) in der Software-Suite Digital Enterprise ergänzt das TIA Portal das umfassende Softwareangebot von Siemens für Unternehmen auf dem Weg zu Industrie 4.0.

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