LEM bietet zwei Ausführungen der OLCI-Hochstromsensoren an: das Modell FRS für Primärsammelschienenöffnungen von 104 mm x 22 mm und das Modell FL für Öffnungen bis zu 300 mm x 100 mm. Als geteilter Messumformer kann der FL geöffnet und direkt an jeden beliebigen Punkt der Sammelschiene angeschlossen werden, ohne diese öffnen zu müssen. Dies vereinfacht Installation und Wartung.

Die Nachhaltigkeit der neuen Sensoren beruht auf ihrem um 85 % geringeren Energieverbrauch im Vergleich zu ähnlichen Sensoren mit geschlossenem Regelkreis, was Einsparungen von bis zu 150 kWh pro Jahr ermöglicht. Der FRS-Sensor, der ohne Magnetkern und sekundäre Kupferwicklung auskommt und über eine integrierte Rogowski-Spule sowie ein Hall-Element-Array verfügt, senkt die Rohstoffkosten und reduziert Leistungsverluste. Die einfache Stromschienenkonstruktion und Montage verringern die Anzahl der benötigten Bauteile, und beide Sensoren bestehen am Ende ihres Lebenszyklus aus 100 % recycelbarem Material. Dank der kurzen, lokalen Lieferketten von LEM in Europa und der vollständig recycelbaren Verpackung wird der CO₂-Fußabdruck der Sensoren hinsichtlich Transport und Lieferung minimiert.

Die neuen Sensoren eignen sich ideal für Anwendungen entlang der Gleise und in Zügen, können aber auch in Windkraftanlagen und Wasserstoffelektrolyseuren sowie in industriellen Frequenzumrichtern für Nieder- und Mittelspannung, in Induktionsschweißanlagen und zur Überwachung von Gleichstromnetzen eingesetzt werden. Zu den
wichtigsten Vorteilen der beiden neuen Sensoren von LEM zählen ihre hervorragende Genauigkeit und hohe Signalintegrität bei einem Ausgangsstrom von 4 mA bis 20 mA. Die Hall-Effekt-Elemente gewährleisten im Vergleich zu Open-Loop-Alternativen eine geringere Temperaturdrift, einen reduzierten elektrischen Offset und weniger Rauschen. Weitere Vorteile sind die schnelle Reaktionszeit, da Wirbelströme im Magnetkern keine Tiefpassfilterung bewirken.

Die neuen Sensoren sind beständig gegen hohe Stromanstiegsgeschwindigkeiten (dI/dt) und hohe Frequenzanteile. Dank ihrer kernlosen Bauweise behalten sie ihre Genauigkeit und Funktionalität auch unter Überstrombedingungen bei. Ihre unipolare Stromversorgung reduziert zudem den Stromverbrauch und die Kosten des Systems im Vergleich zu herkömmlichen bipolaren Stromversorgungen.

„Erneuerbare Energien und die zunehmende Elektrifizierung sind die Zukunft für eine nachhaltigere Welt. LEM hat dies berücksichtigt und seine Expertise in die Entwicklung dieser kernlosen Hochstromsensoren einfließen lassen“, so Thomas Hargé, Vice President of Product Management bei LEM. „Die FRS- und FL-Sensoren stellen einen wichtigen Fortschritt für die Nachhaltigkeit in Industrie- und Bahnanwendungen dar und bieten neue technische Lösungen für die zahlreichen Herausforderungen, die wir bei der Systementwicklung und der optimalen Nutzung erneuerbarer Energien bewältigen müssen.“.

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