Die Initiative, die von der Firma Sadako Technologies gefördert und vom PADIH-Programm finanziert wird, hat es ermöglicht, „ein kollaboratives Robotersystem zu entwickeln, das durch Bildverarbeitung und künstliche Intelligenz gesteuert wird und die Kombination verschiedener Technologien für das Recycling von Computerkomponenten und Materialien am Ende ihrer Nutzungsdauer beinhaltet“, erklärt Óscar Palacín, Forscher an der Robotik- und Automatisierungseinheit von Eurecat.

Laut dem Team von Sadako Technologies ist Elektro- und Elektronikaltgeräte (WEEE) der am schnellsten wachsende Abfallstrom und stellt die größten technologischen Herausforderungen dar. Das Projekt hat in diesem Zusammenhang Fortschritte bei der Erstellung spezifischer Datensätze zur Erkennung elektronischer Bauteile und der Validierung ihrer Funktionalität in einem vollständig integrierten Prototyp ermöglicht.
Der Roboter umfasst insbesondere die räumliche Identifizierung und Erkennung von Bauteilen, die fortschrittliche Manipulation mit einem optimierten Multifunktionswerkzeugsystem, einem Magnetgreifer und einem elektronischen Schraubendreher sowie die Echtzeitsteuerung und -koordination von Demontagevorgängen.

Ein Multitechnologie-Biodrucker.
Das Technologiezentrum hat einen von ihm entwickelten und gefertigten Multitechnologie-Biodrucker für den 3D-Druck von Modellen wie Gerüsten und Strukturen mithilfe von Bio-Tinten vorgestellt und fünf Beta-Testerplätze zur Verfügung gestellt, um die Technologie zu erproben.
Die Innovation umfasst ein Plug-and-Play-System, „das eine schnelle und einfache Anpassung des Technologietyps und seiner Anwendung ermöglicht“, erklärt Antonio Guerra, Forscher in der Abteilung für Neue Fertigungsprozesse von Eurecat.

Andererseits wurde die Technologie des inkrementellen Blechumformens (ISF) vorgestellt, die die Erstellung von Prototypen und die Fertigung von Einzelteilen oder Kleinserien aus Metall in komplexen Formen ermöglicht. Diese Technologie erlaubt die Herstellung von Teilen ohne teure Umformwerkzeuge und findet Anwendung in Branchen wie Transport, Maschinenbau, Investitionsgüterindustrie, Architektur, Innenausbau und der metallverarbeitenden Industrie.
Das Technologiezentrum präsentierte außerdem Metallpulver, das mittels Zentrifugalzerstäubung hergestellt wird, für additive Fertigung, pulvermetallurgische Verfahren und Sprühbeschichtungen. Zudem wurde ein Flugzeugfenster mit integrierten LED-Leuchten vorgestellt, das mithilfe von Compositronik gefertigt wird – einer Technologie, die die Entwicklung leichter und funktionaler Strukturelemente aus Verbundwerkstoffen ermöglicht.

Eurecat hat den Zuschlag für das Pulsar-Projekt erhalten und im Rahmen dessen eine nur 3 Millimeter dünne, intelligente Kunststoffoberfläche entwickelt.
Der Prototyp verfügt über eine Schnittstelle, die es Nutzern ermöglicht, mit einer Maschine, einer Software oder einem intuitiven System zu interagieren und zu kommunizieren. Er ist mit integrierter LED-Beleuchtung und kapazitiven Sensoren ausgestattet. Die Integration in das zentrale elektronische Steuerungssystem der nächsten Automobilgeneration ist geplant. Die Innovation entstand in Eurecats Pilotanlage für Plastronik, die sich auf funktionalen Druck und integrierte Bauelemente spezialisiert hat.

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